Silvester ohne Böller spart Stress, Müll und schlechte Luft

19. Dezember 2022 | Nachhaltigkeit, Suffizienz

 (Gerhard Kienzle @Pixabay)

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wird zu Silvester in diesem Jahr wohl vielerorts wieder außer Rand und Band geböllert. Dabei fände laut aktueller Umfragen eine knappe Mehrheit der Deutschen ein dauerhaftes Verbot von privaten Feuerwerken gut. Denn was nach der kurzen Böllerei bleibt ist schlechte Luft, Müllberge an den Straßenrändern oder im schlimmsten Fall Sachschäden und Verletzungen. Der Lärm an Silvester ist auch ein großes Problem für Tiere. Sowohl Haustiere als auch Wildtiere leiden unter dem Getöse. Starke Detonationen können ihren Orientierungssinn beeinträchtigen oder sogar Schockzustände auslösen.

Zudem belasten die Böller die Umwelt: Es bleibt viel Müll und Rauch zurück. An keinem Tag im Jahr ist die Feinstaubbelastung höher als zu Silvester. Der Qualm enthält meist gesundheitsschädigende Stoffe wie Schwermetalle, die Atemwegserkrankungen und sogar Krebs auslösen können. Auch Wunderkerzen enthalten schädliche Stoffe.

Zudem werden rund die Hälfte der hierzulande verschossenen Feuerwerkskörper aus China importiert. Der lange Transportweg sorgt für einen großen ökologischen Fußabdruck.

Ruhiges Silvester

Der BUND empfiehlt deshalb, zu Silvester auf Böller, Wunderkerzen und auch Bleigießen zu verzichten. Damit schützt man sowohl die eigene als auch die Gesundheit anderer und die Umwelt – und spart dazu auch noch viel Geld. Bei der Suche nach ökologischen Alternativen zum Böllern und Knallen hilft ein Blick auf die Bräuche in anderen Ländern: In Spanien ist es zum Beispiel Brauch, zwölf Trauben kurz vor Mitternacht zu essen. Zu jedem Gongschlag eine. Wenn alle geschafft werden, bringt das neue Jahr Glück. Statt Bleigießen kann man für den Blick in die Zukunft auch Bienenwachs oder Kaffeesatz nutzen – natürlich fair gehandelt und biologisch angebaut, damit das neue Jahr wirklich allen Glück bringt.

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