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AKW Leibstadt

AKW Leibstadt

Die Planung des Kernkraftwerkes Leibstadt begann 1964 auf der Basis einer 600-MW-Anlage mit Flusswasserkühlung. Mit dem Verbot der Flusswasserkühlung durch den Bundesrat 1971 wurde eine Lösung mit Kühlturm benötigt. Im weiteren Planungsverlauf erhöhte man die Leistung von 600 auf 900 MW.

Infolge des Reaktorunfalls im Kernkraftwerk Three Mile Island im Jahr 1979 waren neue Sicherheitsbestimmungen erlassen worden, die die Fertigstellung um mehrere Jahre verzögerten. Statt der budgetierten zwei Milliarden Franken kostete das Kraftwerk am Ende über 4,8 Milliarden.

1984 konnte die Anlage nach elfjähriger Bauzeit den Betrieb aufnehmen. Am 15. Dezember 1984 nahm es als fünftes Schweizer Kernkraftwerk den Dauerbetrieb auf. Nach Beznau I, Beznau II, Mühleberg und Gösgen ist Leibstadt das jüngste und leistungsstärkste Kernkraftwerk der Schweiz. Seit 1984 produziert es rund ein Sechstel des in der Schweiz verbrauchten Stroms. Das entspricht zirka 29 Millionen Kilowattstunden jeden Tag.

Die Geschichte der Fertigstellung des KKL reflektiert die zunehmend kritische Haltung gegenüber der Kernenergie in der Schweiz während der 1970er- und 1980er-Jahre, die in der Auseinandersetzung um das Projekt Kernkraftwerk Kaiseraugst kulminierten.

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Martina Matt

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