Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Hochrhein

Atommüll kurz vor dem Rheinfall in Benken?

Die Schweizer Atomwirtschaft ist auf der Suche nach einem Standort für ein atomares Endlager. Hier sollen die strahlenden und giftigen Überreste aus den AKWs für Millionen Jahre sicher gelagert werden. Die Entscheidungsfindung bis zum Bau eines atomaren Endlagers erstreckt sich über 20 bis 30 Jahre.  

Der (BUND) Regionalverband Hochrhein begleitet das Verfahren zum Finden eines Atommülllagers sehr kritisch und fordert den Betrieb der bestehenden Atomkraftwerke zu befristen und einen verbindlichen Ausstiegsplan zu erarbeiten, da die Hochrhein-Region bereits jetzt die Last einer hohen radioaktiven Gefährdung zu tragen hat:  

  • Unfälle in den grenznahen Schweizer Atomkraftwerken wirken sich auch auf Deutschland katastrophal aus.  
  • Atomkraftwerke setzen auch im Normalbetrieb Radioaktivität frei. 
  • Auch ein vergleichsweise hohes Schutzniveau nach dem Stand von Wissenschaft und Technik kann diese Risiken nur mindern, nicht aber ausschließen.
  • Vor allem im Betrieb, bei der Gewinnung, Verarbeitung, sowie dem Transport liegen die Gefahren einer atomaren Verschmutzung.

 

Grundsätzlich muss eine sichere Möglichkeit der Endlagerung gefunden werden, um den bisher verursachten Atommüll für Mensch und Umwelt unschädlich zu verwahren. Ob dies bei den langen Einlagerzeiten wirklich gewährleistet werden kann ist fraglich. Die Wechselwirkungen zwischen dem Wirtsgestein und den nur langsam abklingenden atomaren Abfällen sind nur schwer abschätzbar. Daraus und durch mögliche Unfälle während des Transports und der Einlagerung selbst entsteht die Gefahr einer radioaktiven Verseuchung, durch die auch Süddeutschland direkt betroffen wäre, denn radioaktive Strahlung interessiert sich bekanntlich nicht für nationale Grenzen.

BUND-Vertreter arbeiten in Bürgerinitiativen mit, allen voran bei KLAR!, einem grenzüberschreitenden Verein besorgter Bürgerinnen und Bürger aus Südbaden und der Schweiz. BUND-intern wird im Schulterschluss mit BUND-Gruppen in Grenznähe die deutsche Bevölkerung auf das „Gorleben am Hochrhein“ aufmerksam gemacht und in gemeinsamen Sitzungen mit Vertretern des BUND-Landesverbands eine gemeinsame Linie für die notwendige politische Arbeit auf Landes- und Bundesebene erarbeitet.

Das Gezerre um die Suche nach einem vermeintlich sicheren Endlager für Atommüll zeigt die fatalen Auswirkungen einer verfehlten Energiepolitik. Es ist ein Musterbeispiel für das Verdrängen und Abwälzen der Verantwortung, die sich aus der Nutzung der Kernenergie ergibt, auf künftige Generationen. Wer kann schon die Abklingzeit des strahlenden Atommülls genau datieren und dessen sichere Verwahrung garantieren? Niemand.
Künftige Generationen werden die Zeche bezahlen müssen, die wir ihnen hinterlassen. Billig ist die Kernenergie nur deshalb, weil die tatsächlichen Kosten ganz andere zu tragen haben. Es ist an der Zeit Alternativen zu nutzen. Es ist an der Zeit zu handeln.

Grundsätzlich ist eine sichere Möglichkeit der Endlagerung nötig, um den bisher produzierten Atommüll zu lagern. Der BUND fordert, dass alle vorgeschlagenen Standorte in der gleichen Intensität geprüft werden, um ein einheitliches Bewertungsmuster zu erhalten. Die Interessen der Bürger in der betroffenen Region müssen unabhängig von politischen Grenzen gehört und berücksichtigt werden. Dieser zu findende Endlagerstandort hat nur den Atommüll der bisher betriebenen Atomkraftwerke in der Schweiz aufzunehmen. Eine spätere Veränderung und Ausweitung der Nutzung des Atommüllendlagers ist auszuschließen. Das Fachwissen muss öffentlich zugänglich sein. Es müssen Möglichkeiten einer fachlichen und unabhängigen Prüfung der Entscheidung bestehen, damit der Prozess von unabhängiger Seite begleitet werden kann. Dies sind die Kernforderungen des BUND, damit die Transparenz und Akzeptanz auf dem Weg zu einem atomaren Endlager erhöht wird 

Informationen bekommen Sie bei der BUND-Regionalgeschäftsstelle Hochrhein in Rheinfelden oder im Internet unter www.bund-freiburg.de und http://www.klar-schweiz.com/

Demo gegen Benken

Kontakt

Lüder Rosenhaagen


E-Mail schreiben Tel.: 07763 3192

Kontakt

Bernd Friebe


Tel.: 07751 8000148

BUND-Bestellkorb