BUND Hochrhein

Stiftung Naturschutzfonds fördert Projekt zum Schutz von Quell-Lebensräumen im Biosphärengebiet Schwarzwald – Mitarbeit erwünscht

07. März 2022 | Biosphärengebiet, Flüsse & Gewässer, Lebensräume, Naturschutz

Schutzkonzept hinsichtlich Zustand, Flora und Fauna für ausgewählte Quellen  (Biosphärengebiet Schwarzwald)

Das Biosphärengebiet Schwarzwald begleitet gemeinsam mit der Universität Basel und der Life Science AG (Basel) ein mehrjähriges Forschungsprojekt mit dem Titel „Erfassung der Quell-Lebensräume im Biosphärengebiet Schwarzwald und Ableitung eines regional angepassten Schutzkonzepts". Das Projekt wird von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg aus Erträgen der Glücksspirale über vier Jahre gefördert.

Trotz ihrer Funktion als artenreicher und bedrohter Lebensraumtyp gibt es Wissenslücken über Anzahl, Lage und Zustand der Quell-Lebensräume im Biosphärengebiet. Aufgrund ihrer Störungsempfindlichkeit reagieren sie insbesondere verletzlich gegenüber Klimaveränderungen und sind daher von aktuell wichtiger Bedeutung. Ziel dieses Pilotprojektes ist es, die Wissenslücken aufzuheben, indem der Zustand ausgewählter Quell-Lebensräume bewertet und passende Schutzmaßnahmen etabliert werden.

In einem ersten Schritt werden ausgewählte Quellen in unterschiedlichen Höhenbereichen und Einzugsbereichen mithilfe eines angepassten Bewertungsverfahrens erfasst. Als Schwerpunkte wurden die Einzugsbereiche von Brugga, Kleiner Wiese inkl. Belchengebiet sowie Menzenschwander und Bernauer Alb festgelegt. Untersucht werden Eigenschaften wie z.B. Lage, Quellgröße, Temperatur, kulturhistorische Bedeutung, Flora und Fauna sowie potentielle Veränderungen durch menschlichen Einfluss.

Ein wichtiger Aspekt des Projekts ist es, Bewusstsein für den Quellschutz zu schaffen und Ehrenamtliche in das Projekt miteinzubinden. Wir möchten den Menschen aus der Region die Möglichkeit geben, bei der Erfassung der Quellen im Gebiet mitzuhelfen und suchen noch Interessierte, die Spaß daran haben, in der Raumschaft unterwegs zu sein und uns zu unterstützen. Allen Interessierten wird eine Schulung und praktische Anleitung zur Erfassung der Quellen angeboten.

Wer Interesse hat, bei der Kartierung mitzumachen, schreibt per E-Mail an karolin.gums@rpf.bwl.de.

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