Wie kein anderes Tier gestaltet der Biber die Landschaft nachhaltig und natürlich um. Dadurch schafft er für viele Pflanzen und Tiere neue Lebensräume.
Doch die neue Biber-Verordnung erlaubt künftig, die Tiere per „Allgemeinverfügung“ abzuschießen, das heißt ohne einzelne artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung in ganzen Gewässer- und Straßenabschnitten. Das ist ein massiver Rückschritt für den Natur-, Arten- und Klimaschutz. Damit löst die Politik keine Probleme, sondern schafft neue.
Deshalb hat der BUND Landesverband Baden-Württemberg zusammen mit dem NABU Baden-Württemberg eine Petition unter dem Titel “Stoppt das geplante Biber-Töten” gestartet. Unsere Forderungen an die Landesregierung: Die Verordnung zurückziehen und stattdessen das bewährte Biber-Management stärken.
Töten ist keine Lösung
Der Biber ist aus gutem Grund streng geschützt. Er ist eine Schlüsselart: Seine Dämme schaffen Lebensräume für unzählige Arten, halten Wasser in der Landschaft, lassen Feuchtgebiete entstehen und so zum Klimaschutz bei.
Trotzdem setzt die neue Verordnung auf das Töten von Bibern. Das Problem: Abschüsse lösen keine Konflikte. Die Tiere besetzen freie Reviere schnell neu. Abschüsse werden so zur Daueraufgabe. Das zeigen Erfahrungen aus Bayern.
Es gibt bessere Wege
Das Biber-Management, das in Baden-Württemberg etabliert und erfolgreich ist, setzt dagegen auf präventive Maßnahmen und langfristige Lösungen ohne Abschuss:
- Genehmigte Absenkungen von Dämmen
- Schutz von Bäumen mit Drahthosen
- Einsatz von Elektrozäunen
- Ehrenamtliche Biber-Beratende, die vor Ort unterstützen
Die Verordnung gefährdet das gut funktionierende Biber-Management im Land und erschwert die Arbeit der ehrenamtlichen Biber-Beratenden vor Ort.
Rechtlich fragwürdig
Die neue Biber-Verordnung ist an vielen Stellen so unkonkret, dass erhebliche Rechtsunsicherheiten bleiben. Das führt zu mehr Bürokratie, mehr Unsicherheit und persönlichem Haftungsrisiko für die Beteiligten.
Unsere Forderung an die Landesregierung ist klar: Stoppt das geplante Biber-Töten!
Stattdessen muss sie
- das etablierte Biber-Management stärken!
- Flüssen und Auen wieder Raum geben!
- den Biber als unverzichtbaren Verbündeten im Kampf gegen Artensterben und Klimakrise anerkennen!
Bitte unterschreiben Sie jetzt unsere Petition und setzen Sie ein starkes Zeichen für den Schutz des Bibers in Baden-Württemberg! Jede Stimme zählt.