12 Fakten über Böden, die Sie kennen sollten

09. Januar 2024

Böden sind unsere Lebensgrundlage und doch wird nicht genug über ihre Gefährdung geredet. Mit unserem Bodenatlas wollen wir das ändern. Wie steht es um Ihr Wissen über das Erdreich? Wir haben für Sie die zwölf wichtigsten Fakten zusammengefasst.

Der Bodenatlas 2024 fasst Daten und Fakten zu einer unserer wichtigsten Ressourcen zusammen.

1. Der Boden ist der artenreichste Lebensraum der Erde. Er ist von unschätzbarem Wert und für uns überlebenswichtig.

2. Gesunde Böden speichern das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO₂) – noch mehr, als es Wälder tun.

3. Böden sind natürliche Wasserspeicher. Sie können Auswirkungen der Klimakrise wie Trockenheit, Starkregen und Überschwemmungen abmildern.

4. In der Europäischen Union gelten mittlerweile mehr als 60 Prozent der Böden als geschädigt.

5. In Deutschland ist fast die Hälfte der Verkehrs- und Siedlungsflächen versiegelt. Das beduetet sie können kein Wasser mehr aufnehmen oder atmen – die biologische Vielfalt stirbt.

6. Die industrielle Landwirtschaft trägt oft zum Verlust fruchtbaren Bodens bei. Monokulturen, einseitige Düngung und der Einsatz chemischer Pestizide schädigen das Bodenleben.

7. Ein großer Teil der knappen landwirtschaftlichen Böden wird aktuell für den Anbau von Futtermitteln und die Tierhaltung genutzt. Eine Ernährung, die stärker auf pflanzlichen Produkten basiert, kann Flächen sparen.

8. Getrieben von Klimakrise und industrieller Landwirtschaft trocknen Böden in Europa massiv aus. Diese Desertifikation passiert nicht nur in Afrikas Sahelzone oder den Wüsten Asiens. Bereits dreizehn EU-Mitgliedstaaten beklagen Wüstenbildung.

9. Es gibt landwirtschaftliche Praktiken, um Böden zu schützen und nachhaltiger zu nutzen. Diese müssen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU und des deutschen Bodenschutzrechts stärker gefördert werden.

10. Weltweit bewirtschaftet 1 Prozent der Betriebe mehr als 70 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen. Für Investor*innen sind Böden eine lukrative Geldanlage.

11. Im Namen des Klimaschutzes wird Land erworben. Dieses Land wird häufig bereits etwa von lokalen oder indigenen Gemeinschaften genutzt. Der Schutz von Landrechten muss daher integraler Bestandteil zukünftiger Klimapolitik sein.

12. Seit 2012 wurden bei Landkonflikten mehr als 1900 Menschen getötet. Ein gerechter Zugang zu fruchtbarem Boden ist entscheidend für die Wahrung der Menschenrechte wie des Rechts auf Nahrung.

Hintergrund

Der Bodenatlas 2024 ist ein Kooperationsprojekt gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. und TMG – Think Tank for Sustainability, TMG Research gGmbH. Er zeigt auf verständliche Art und Weise den Status quo der Böden und eröffnet Perspektiven für einen nachhaltigen Umgang mit einer unserer bedeutsamsten Ressourcen.

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